«Im Rennkart komme ich an meine Grenzen».
Portrait Roman Rüegg
Ob auf vier Hufen, auf Rädern oder im Beruf – Roman Rüegg liebt Bewegung und Abwechslung. Der gelernte Mechaniker war jahrelang technischer Lieferant für IGP, bevor er schliesslich selbst Teil des Unternehmens wurde. Heute bringt er hier seinen Erfindergeist ein, wenn es darum geht, Arbeitsprozesse sicherer und effizienter zu gestalten. In seiner Freizeit findet er Abwechslung auf dem Pferderücken, auf seiner Liegenschaft als Hobbybauer sowie auf der Rennstrecke, wo er beim Kartfahren mit seinem Sohn den Adrenalinkick sucht.
Ein typischer Arbeitstag? Gibt es bei Roman Rüegg nicht. Jeden Tag warten neue Aufgaben auf ihn, und genau das macht für ihn den Reiz aus. Kaum bei IGP gestartet, entwickelte er bereits ein Kippgerät, das die Reinigung der Herfeldkübel erleichtert und zugleich ein Unfallrisiko beseitigte. Projekte wie dieses, die Effizienz, Ergonomie und Sicherheit verbessern, wecken bei ihm regelmässig den Ehrgeiz.
Immer offen für Neues
Roman Rüeggs beruflicher Weg ist geprägt von Technik und stetiger Weiterbildung. Nach seiner Ausbildung zum Mechaniker sammelte er erste Erfahrungen im Beruf, ehe er in einen internationalen Grosskonzern wechselte und dort Verantwortung in der Produktionsleitung übernahm. Später war er als Leiter Maschinenbau über viele Jahre einer der Lieferanten von IGP, wenn es um technische Lösungen und Konstruktionen ging. Die technischen Anforderungen in der Prozesstechnik motivierten ihn schliesslich bei einer Stellenausschreibung zum Wechsel ins Unternehmen.
Wenn er seine Anfangszeit bei IGP mit heute vergleicht, ist für ihn vor allem eines spürbar: Das Vertrauen, das ihm entgegengebracht wird, ist gewachsen. Gleichzeitig beeindruckt ihn der Mut zur Veränderung im Unternehmen. Auch er selbst bleibt Veränderungen gegenüber offen. Auf die Frage nach seinem Rezept antwortet er: «Neugier und eine gute Portion Mut.» Veränderungen sind für ihn keine Hürde, sondern eine Chance – solange man neugierig bleibt und auch mal etwas wagt.
Zwischen Landleben und Kartbahn
Der Bezug zum Landleben ist bei Roman stark verankert. Schon mit 14 war Bauer sein Traumberuf. Heute lebt er diesen Wunsch im Kleinen aus: auf seiner eigenen Liegenschaft, wo er sich als Hobbybauer austoben kann. Kein Wunder, dass er sogar schon mit dem Traktor zur Arbeit gefahren ist.
Auch der Pferdesport begleitet ihn seit vielen Jahren. Mit den Pferden ist er in der Natur unterwegs, kann abschalten und die Seele baumeln lassen, ein wertvoller Ausgleich zum Alltag. Diese Momente bedeuten für ihn Ruhe und Gelassenheit.
Für Tempo sorgt dagegen das Rennkartfahren mit seinem Sohn Diego. Dort geht es um Geschwindigkeit und Präzision – Adrenalin pur. «Im Rennkart komme ich an meine Grenzen und das Adrenalin schiesst durch den Körper», beschreibt er die Faszination.
Ein Motto fürs Leben
Roman ist überzeugt davon, dass Neugier und Mut die wichtigsten Zutaten sind – im Beruf wie im Privatleben. «Wer nichts wagt, der nichts gewinnt» begleitet ihn als Lebensmotto schon lange. Es passt zu seinem Werdegang und seinem Lebensstil: immer bereit, Neues auszuprobieren, sei es bei technischen Projekten, auf dem Pferderücken oder auf der Kartbahn.
Einen besonderen Ratschlag für sein jüngeres Ich? Den hat er nicht parat. Aber seine Haltung zum Leben zeigt deutlich: Offenheit, Mut und Freude an der Bewegung sind für ihn der Schlüssel.



