«Für mich stand IGP schon immer für Veränderungen.»

Portrait Leo D'Anna

Vom Maschinenmechaniker zum Mitglied der Geschäftsleitung: Leo D’Anna hat über Jahrzehnte hinweg den Wandel bei IGP mitgeprägt und sich dabei selbst immer wieder neu erfunden.

Sein Weg führte Leo D’Anna von der Werkstatt ins Büro und weiter in die Führungsetage. Dabei hat er nicht nur das Unternehmen wachsen sehen, sondern sich auch selbst kontinuierlich weiterentwickelt. Heute blickt Leo auf diese Zeit zurück und richtet seinen Blick gleichzeitig nach vorne.


Vom Mechaniker in die Führungsetage
Aufgewachsen in Frauenfeld, startete Leo D’Anna seine berufliche Laufbahn mit einer Lehre als Maschinenmechaniker. Nach ersten Erfahrungen als Montageleiter wurde ihm schnell klar: Er wollte mehr bewegen.

Mit zahlreichen berufsbegleitenden Weiterbildungen schaffte er Schritt für Schritt den Wechsel von der Werkstatt ins Büro. Es folgten Stationen in der Arbeitsvorbereitung, der Entwicklung und Verfahrenstechnik sowie später als Produktionsleiter.

1995 kam Leo zu IGP, zunächst ebenfalls als Produktionsleiter. Im Rahmen einer Nachfolgeregelung übernahm er später die Betriebsleitung und wurde Mitglied der Geschäftsleitung. Geprägt hat ihn dabei vor allem eines: das lebenslange Lernen und die Haltung, immer einmal mehr aufzustehen als hinzufallen.


IGP im Wandel
Als Leo D’Anna bei IGP startete, zählte das Unternehmen rund 80 Mitarbeitende und war etwa sechsmal kleiner als heute. Die folgenden Jahre waren von starkem Wachstum geprägt: Gebäude wurden erweitert, Kapazitäten ausgebaut, Anlagen modernisiert sowie Organisation und Führung kontinuierlich weiterentwickelt. «Für mich stand IGP schon immer für Veränderungen», sagt Leo.

Während er zu Beginn als Betriebsleiter stark operativ eingebunden war und sehr direkt führte, ist seine Rolle heute deutlich strategischer. Mit dem Wachstum des Unternehmens veränderte sich auch das Anforderungsprofil: Heute agiert man stärker als Generalist, führt über Fachteams und ist nicht mehr direkt im Tagesgeschäft tätig.

«Der Job hat zwar noch dieselbe Bezeichnung, sich inhaltlich aber komplett verändert», so Leo.


Digitalisierung & Lean – ein starkes Duo
Digitalisierung und Lean Management spielen aus Leos Sicht eine zentrale Rolle für den Unternehmenserfolg:
«Die Digitalisierung bietet Tools, um Prozesse effizienter, schneller und transparenter zu gestalten. Lean Management vermeidet Verschwendung, legt den Fokus auf Wertschöpfung, macht Prozesse schlanker und setzt Ressourcen gezielter ein.»

Werden beide Ansätze kombiniert, liefert die Digitalisierung Werkzeuge und Daten, während Lean Management die passende Denkweise und Struktur vorgibt. Erst dadurch kann die Digitalisierung ihr volles Potenzial entfalten. Schlechte Prozesse zu digitalisieren, führt hingegen meist zu einer Verschlechterung der Leistung.

Entscheidend ist die Einbindung der Mitarbeitenden und eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung. Damit Veränderungen gelingen, braucht es eine Vision, klare Ziele, gute Kommunikation und Führungskräfte, die aktiv vorangehen. Gleichzeitig müssen Mitarbeitende und Führungskräfte befähigt werden, denn Lernen und ein konstruktiver Umgang mit Fehlern gehören dazu. All das erfordert Zeit, Geduld sowie kontinuierliches Feedback und Anpassungen.


Verantwortung abgeben und Neues zulassen
Heute befindet sich Leo in einer Übergangsphase. Er hat seinen Verantwortungsbereich an Markus Wagner übergeben und sein Arbeitspensum reduziert. Gleichzeitig unterstützt er den Betrieb weiterhin mit seiner Erfahrung und arbeitet an laufenden Themen mit.

Dieser Schritt war nicht einfach: «Ich habe viel Herzblut in den Aufbau des Betriebs und des Werks in Polen gesteckt. Nun kann ich mich der neuen Situation nicht entziehen oder dagegen sperren. Umso wichtiger ist es mir, den Betrieb in guten Händen zu wissen, die Themen sauber zu übergeben und sicherzustellen, dass die erfolgreiche Entwicklung von IGP weitergeführt wird.»

Worauf er sich freut? Darauf, künftig ein paar Gänge runterzuschalten, den Alltag bewusster zu gestalten und mehr Zeit für die eigenen Prioritäten zu haben. Mehr Ruhe, mehr Ausgleich. Gleichzeitig ist für ihn klar: Ganz stillstehen wird er nicht. Sich weiterzuentwickeln, Neues zu lernen und offen für das zu bleiben, was kommt, gehört weiterhin zu ihm.

Zurück